Bastian

Einspeisevergütung ab 2027: Was sich für Photovoltaikanlagen ändern soll

Einspeisevergütung ab 2027: Was sich für Photovoltaikanlagen ändern soll

Die Bundesregierung plant eine grundlegende Änderung der Förderung von Photovoltaikanlagen. Ab 2027 sollen insbesondere neue, kleinere PV-Anlagen schrittweise aus der festen Einspeisevergütung herausgeführt werden. Statt einer über viele Jahre garantierten Vergütung soll der Verkauf von überschüssigem Solarstrom künftig stärker über die Direktvermarktung erfolgen.

Für Hausbesitzer stellt sich deshalb die Frage: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage ab 2027 überhaupt noch? Die kurze Antwort lautet: Ja. Allerdings werden der Eigenverbrauch, ein sinnvoll dimensionierter Stromspeicher und eine vorausschauende Planung noch wichtiger.

Wichtig: Die EEG-Novelle wurde am 29. Juli 2026 vom Bundeskabinett beschlossen, ist aber noch nicht endgültig in Kraft. Bundestag, gegebenenfalls Bundesrat und weitere rechtliche Schritte stehen noch aus. Die nachfolgenden Informationen entsprechen dem Stand vom 1. August 2026.

Wird die Einspeisevergütung 2027 vollständig abgeschafft?

Nein. Von einer sofortigen und vollständigen Abschaffung der Einspeisevergütung kann derzeit nicht gesprochen werden. Der Gesetzentwurf sieht vielmehr einen schrittweisen Übergang vor.

Im Mittelpunkt stehen neue Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von weniger als 25 Kilowatt. Das betrifft vor allem typische Anlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern. Für diese Anlagen soll es künftig keine dauerhafte feste Einspeisevergütung über den bisherigen Förderzeitraum mehr geben.

Stattdessen ist eine befristete Übergangszahlung vorgesehen. Anschließend soll der nicht selbst verbrauchte Solarstrom über einen Direktvermarkter am Strommarkt verkauft werden.

Was gilt für bereits installierte Photovoltaikanlagen?

Betreiber bestehender Photovoltaikanlagen müssen nach dem derzeitigen Stand nicht mit einer rückwirkenden Kürzung rechnen. Für Anlagen, die bereits in Betrieb genommen wurden und eine feste EEG-Vergütung erhalten, gilt grundsätzlich Bestandsschutz.

Die bei der Inbetriebnahme festgelegte Vergütung wird weiterhin für den zugesagten Förderzeitraum gezahlt. Entscheidend ist dabei das Datum der Inbetriebnahme der Anlage.

Wissenswertes: Die geplanten Änderungen betreffen nach aktuellem Stand vor allem Neuanlagen. Eine bestehende Einspeisevergütung soll nicht nachträglich entfallen.

Welche Übergangsregelung ist geplant?

Für neue kleine Photovoltaikanlagen soll die bisherige Förderung nicht von einem Tag auf den anderen beendet werden. Der Gesetzentwurf sieht eine Übergangsphase vor:

  • Neue Anlagen unter 25 kW sollen zunächst eine befristete Übergangszahlung erhalten können.
  • Diese Zahlung soll unterhalb der bisherigen Einspeisevergütung liegen.
  • Die Übergangszahlung soll für höchstens 36 Monate gewährt werden.
  • Danach soll der überschüssige Solarstrom grundsätzlich direkt vermarktet werden.
  • Für den Einstieg in die Direktvermarktung ist zusätzlich ein zeitlich begrenzter Bonus vorgesehen.

Nach dem aktuellen Entwurf beträgt der geplante Direktvermarktungsbonus 1,5 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Er soll den zusätzlichen technischen und organisatorischen Aufwand der Direktvermarktung teilweise ausgleichen.

Die genannten Fristen dürfen allerdings nicht einfach zusammengerechnet werden. Übergangszahlung und Direktvermarktungsbonus sind zwei unterschiedliche Instrumente mit jeweils eigenen Voraussetzungen.

Was bedeutet Direktvermarktung?

Bei der klassischen Einspeisevergütung nimmt der Netzbetreiber den eingespeisten Solarstrom ab und zahlt dafür einen gesetzlich festgelegten Betrag. Die Abwicklung ist für den Anlagenbetreiber vergleichsweise einfach.

Bei der Direktvermarktung wird der überschüssige Strom dagegen über einen spezialisierten Anbieter am Strommarkt verkauft. Der erzielbare Erlös kann sich nach den aktuellen Marktpreisen richten und damit schwanken.

Für die Direktvermarktung werden voraussichtlich zusätzliche technische und vertragliche Voraussetzungen benötigt. Dazu können insbesondere gehören:

  • ein intelligentes Messsystem,
  • eine fernsteuerbare Photovoltaikanlage,
  • ein geeigneter Zähler und ein abgestimmtes Messkonzept,
  • ein Vertrag mit einem Direktvermarkter,
  • eine technische Kommunikation zwischen Anlage, Messsystem und Vermarktungsunternehmen.

Wie diese Anforderungen bei kleinen privaten Anlagen konkret umgesetzt werden, ist noch nicht abschließend geklärt. Auch die Kosten der Direktvermarktung werden künftig einen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit haben.

Zusätzliche Begrenzung der Einspeiseleistung geplant

Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, die geförderte Einspeiseleistung kleiner und mittlerer Dachanlagen auf 50 Prozent der installierten Leistung zu begrenzen. Dadurch sollen hohe Einspeisespitzen zur Mittagszeit reduziert und die Stromnetze entlastet werden.

Eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp könnte demnach zeitweise nur bis zu 5 kW in das öffentliche Netz einspeisen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die andere Hälfte des erzeugten Stroms verloren geht.

Der Solarstrom kann weiterhin direkt im Haushalt genutzt, in einem Stromspeicher zwischengespeichert oder beispielsweise zum Laden eines Elektroautos beziehungsweise zum Betrieb einer Wärmepumpe eingesetzt werden. Entscheidend wird daher eine intelligente Abstimmung der gesamten Anlage.

Warum der Eigenverbrauch ab 2027 wichtiger wird

Bereits heute ist selbst verbrauchter Solarstrom in vielen Fällen wirtschaftlich wertvoller als eingespeister Strom. Während die Einspeisevergütung nur wenige Cent pro Kilowattstunde beträgt, ersetzt jede selbst genutzte Kilowattstunde einen deutlich teureren Strombezug aus dem öffentlichen Netz.

Wenn die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen künftig schrittweise entfällt, verstärkt sich dieser Effekt. Eine PV-Anlage sollte dann noch genauer auf den tatsächlichen Stromverbrauch des Haushalts abgestimmt werden.

Der Eigenverbrauch lässt sich unter anderem durch folgende Maßnahmen erhöhen:

  • Einsatz eines passend dimensionierten Stromspeichers,
  • Laden des Elektroautos während der Solarstromproduktion,
  • Betrieb einer Wärmepumpe mit eigenem Solarstrom,
  • zeitliche Steuerung von Waschmaschine, Trockner und anderen Verbrauchern,
  • intelligentes Energiemanagement für Erzeugung, Speicherung und Verbrauch.

Ein möglichst großer Speicher ist dabei nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung. Entscheidend sind der jährliche Stromverbrauch, das Verbrauchsprofil, die Größe der PV-Anlage und mögliche zukünftige Verbraucher.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auch ohne feste Einspeisevergütung?

Eine Photovoltaikanlage kann sich auch ohne eine langfristig garantierte Einspeisevergütung lohnen. Der wirtschaftliche Schwerpunkt verschiebt sich jedoch weiter vom Verkauf des Solarstroms hin zur Senkung der eigenen Stromkosten.

Besonders interessant bleibt Photovoltaik für Haushalte, die tagsüber einen regelmäßigen Stromverbrauch haben oder zukünftig ein Elektroauto beziehungsweise eine Wärmepumpe nutzen möchten. Auch ein gut abgestimmter Stromspeicher kann dazu beitragen, mehr Solarstrom im eigenen Gebäude zu verwenden.

Die Wirtschaftlichkeit hängt künftig noch stärker von den individuellen Rahmenbedingungen ab. Pauschale Berechnungen reichen dafür nicht aus. Zu berücksichtigen sind insbesondere:

  • Dachfläche, Ausrichtung und Verschattung,
  • aktueller und zukünftiger Stromverbrauch,
  • Eigenverbrauchsquote und Speicherkapazität,
  • Kosten für Mess- und Steuerungstechnik,
  • Konditionen eines Direktvermarkters,
  • Entwicklung der Strom- und Marktpreise.

Sollte eine geplante PV-Anlage noch 2026 in Betrieb gehen?

Wer bereits eine Photovoltaikanlage plant, sollte die mögliche Änderung der Förderung berücksichtigen. Für eine Inbetriebnahme vor dem Inkrafttreten der neuen Regelungen könnte noch das bisherige Vergütungsmodell gelten.

Eine Entscheidung sollte jedoch nicht allein aus Zeitdruck getroffen werden. Planung, Komponenten, Montagequalität und die richtige Dimensionierung sind für die langfristige Wirtschaftlichkeit wichtiger als eine übereilte Installation.

Zudem ist der weitere Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens noch offen. Einzelne Regelungen, Vergütungshöhen und Übergangsfristen können sich bis zur endgültigen Verabschiedung verändern.

Was Hausbesitzer jetzt beachten sollten

Wer eine neue Photovoltaikanlage plant, sollte bereits heute darauf achten, dass die Anlage technisch auf zukünftige Anforderungen vorbereitet ist. Dazu gehören ein intelligentes Energiemanagement, eine geeignete Kommunikationsschnittstelle und die Möglichkeit, Erzeugung, Speicherung und Verbrauch flexibel zu steuern.

Eine gute Planung berücksichtigt nicht nur die aktuelle Einspeisevergütung, sondern die gesamte Lebensdauer der Anlage. Moderne Solarmodule können über viele Jahre Strom erzeugen. Die Förderbedingungen bilden daher nur einen Teil der Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Fazit: Photovoltaik bleibt attraktiv – die Planung verändert sich

Die geplante EEG-Novelle bedeutet nicht das Ende der privaten Photovoltaik. Sie verändert jedoch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für neue Anlagen. Die langfristig garantierte Einspeisevergütung soll bei kleinen Neuanlagen schrittweise durch Direktvermarktung und eine stärkere Orientierung am Strommarkt ersetzt werden.

Für bestehende Anlagen ist nach aktuellem Stand ein Bestandsschutz vorgesehen. Neue Anlagen müssen künftig noch genauer auf den Eigenverbrauch und die technischen Anforderungen abgestimmt werden.

Photovoltaik bleibt damit eine attraktive Möglichkeit, die eigenen Stromkosten zu senken und unabhängiger vom Energieversorger zu werden. Entscheidend ist eine individuelle Planung, bei der PV-Anlage, Stromspeicher und zukünftige Verbraucher als Gesamtsystem betrachtet werden.

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Stand: 1. August 2026. Die dargestellten Regelungen beruhen auf dem vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf zur EEG-Novelle 2027. Da das Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, können sich einzelne Bestimmungen ändern. Der Beitrag stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar.

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Dynamische Stromtarife – sinnvoll oder nicht?

Was sind dynamische Stromtarife?

Dynamische Stromtarife sind ein relativ neues Preismodell, bei dem sich der Strompreis je nach Tageszeit und Marktsituation ständig ändert. Anders als bei herkömmlichen Tarifen mit festen Preisen schwanken die Kosten hier stündlich oder sogar viertelstündlich, basierend auf den aktuellen Preisen am Strommarkt . Die Preise für den nächsten Tag werden im Voraus bekannt gegeben, sodass Verbraucher ihre Stromnutzung entsprechend planen können .

Die Wahrheit über negative Strompreise

Ein häufig genutztes Verkaufsargument für dynamische Tarife sind die gelegentlich auftretenden negativen Strompreise. Was dabei oft verschwiegen wird: Auch bei einem negativen Börsenstrompreis fallen weiterhin Steuern, Abgaben und Netzentgelte an . Diese fixen Komponenten machen einen erheblichen Teil des Strompreises aus, sodass der Endverbraucher auch bei negativen Börsenpreisen noch zahlen muss.

Für die Region Rhein-Neckar ergibt sich so ein Strombezugpreis von über 26 Cent/kWh, selbst wenn der Börsen-Strompreis selbst 0 Cent beträgt. 
Kostenloser Strom oder gar eine Vergütung für den Strombezug sind leider Wunschdenken. 

Begrenzte Steuerungsmöglichkeiten im Haushalt

Ein wichtiger Aspekt bei der Bewertung dynamischer Stromtarife ist die tatsächliche Flexibilität im Haushalt. Die Realität zeigt: Die meisten Haushaltsgeräte lassen sich zeitlich kaum verschieben. Waschmaschine, Trockner und – falls vorhanden – das Elektroauto sind praktisch die einzigen steuerbaren Verbraucher . Andere wichtige Stromverbraucher wie Wärmepumpe, Kühlschrank, Beleuchtung oder Unterhaltungselektronik müssen dann genutzt werden, wenn sie gebraucht werden – unabhängig vom aktuellen Strompreis.

Die PV-Anlage als Alternative

Für Haushalte mit einer Photovoltaikanlage besteht noch weniger Bedarf an steuerbarem Strombezug. Die PV-Anlage bietet bei Sonnenschein bereits eine unschlagbar günstigen Stromtarif. So werden steuerbare Verbrauche einfach am Tag eingeschaltet. Der Bedarf an günstigen Strom ist somit gedeckt. Die Optimierung des Stromverbrauchs erfolgt also bereits durch die Anpassung an die eigene Solarstromerzeugung , wodurch der potenzielle Mehrwert eines dynamischen Stromtarifs deutlich sinkt.

Hinzu kommt, dass die Preise an der Strombörse meist günstig sind, wenn die Sonne scheint und PV-Anlagen ein Überschuss an Energie liefern. In dieser Zeit ist man als Photovoltaikbesitzer aber selbst bereits ausreichend mit günstigem Strom versorgt.

Die Speicher-Problematik

Einige Anbieter werben damit, dass man bei niedrigen Preisen den Stromspeicher füllen und bei hohen Preisen wieder ins Netz einspeisen könnte. Diese Rechnung geht jedoch meist nicht auf:

  1. Die Batterieabnutzung durch zusätzliche Ladezyklen verursacht Kosten
  2. Die Einspeisevergütung liegt meist unter den Gesamtkosten (inklusive Steuern und Abgaben) für den Strombezug
  3. Der Wirkungsgrad des Speichers führt zu zusätzlichen Verlusten

Das Risiko hoher Preisspitzen

Ein oft unterschätztes Risiko sind extreme Preisspitzen. Während niedrige Preise gerne beworben werden, können die Preise in Spitzenzeiten auch deutlich über 1 Euro pro Kilowattstunde steigen. Verbraucher, die in solchen Zeiten nicht flexibel sind, zahlen dann deutlich mehr als bei einem klassischen Festpreistarif.

Bei einem festen Stromtarif sind die Kosten bekannt und damit verlässlich. Bei einem dynamischen Tarif besteht ein hohes Risiko unter dem Strich mehr zu bezahlen.

Fazit

Dynamische Stromtarife sind ein interessantes Konzept zur besseren Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz. Für die meisten Privathaushalte überwiegen jedoch aktuell die Nachteile:

  • Die Steuerungsmöglichkeiten im Haushalt sind begrenzt
  • Die versprochenen Einsparpotenziale werden durch fixe Preiskomponenten stark eingeschränkt
  • Das Risiko von Preisspitzen kann zu höheren Kosten führen
  • Für PV-Anlagenbesitzer ist der Mehrwert besonders gering
  • Die Nutzung von Speichern zur Preisoptimierung rechnet sich meist nicht

Bevor man sich für einen dynamischen Stromtarif entscheidet, sollte man daher das eigene Nutzungsverhalten und die tatsächlichen Einsparmöglichkeiten genau analysieren. Für die meisten Haushalte dürfte aktuell ein klassischer Festpreistarif die bessere Wahl sein.

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Die eigene Photovoltaik Anlage – was ist zu beachten?

Die eigene Photovoltaik Anlage – eine Übersicht

Strom aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik ist bei den aktuell volatilen Strompreisen ein wichtiges Thema. Eine Solarstrom Anlage in Verbindung mit einem Stromspeicher kann eine Lösung sein um Stromkosten zu sparen.

Es gibt jedoch viele Faktoren, die Sie beachten sollten, wenn Sie eine Investition in eine Solaranlage planen.

Solar vs. Photovoltaik, was ist der Unterschied?

Die korrekte Bezeichnung für Anlagen, die Sonnenenergie in Strom umwandeln ist Photovoltaik Anlage oder kurz PV-Anlage. Aber im allgemeinen Sprachgebrauch ist häufig von Solaranlagen die Rede. Das ist im Grunde nicht falsch. Solarstromerzeugung kann gewissermaßen als Überbegriff verwendet werden. Wir verwenden gleichermaßen Solar oder Photovoltaik.

Für wen lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich eine PV Anlage finanziell besonders rentiert, wenn Sie einen Großteil der produzierten Energie selbst verwenden. Ein hoher Eigenverbrauchsanteil am Ertrag holt die Kosten für eine Solaranlage relativ schnell wieder rein. Mit der Neufassung des Erneuerbare Energien Gesetz EEG wird auch wieder eine Einspeisung ins öffentliche Stromnetz interessant.

Ein weiteres Kriterium ist die Sicherheit bei der Stromversorgung. Das Thema Ausfallsicherheit ist so aktuell wie nie. Wer bei einem Blackout nicht im Dunkeln sitzen möchte, kann mit einer PV Anlage mit Speicher eine gewisse Zeit mit Notstrom überbrücken.

Wer etwas für die Umwelt tun möchte oder Teil der Energiewende sein möchte, leistet mit einem Solardach seinen Beitrag.

Was sind die Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage?

Zunächst benötigen Sie eine ausreichend große Dachfläche auf der die Solarmodule montiert werden können. Ab es sich um eine Flachdach oder ein Satteldach handelt, ist dabei nicht entscheidend. Selbst Garagen und Carports können mit Solarmodulen belegt werden. Allerdings muss das Dach in einem tragfähigen Zustand sein. Morsche Balken oder brüchige Ziegel erfordern eine Sanierung des Hausdachs und ggf. eine neue Eindeckung.

Die Ausrichtung und Dachneigung ist in vielen Fällen kein Hindernis, wirkt sich aber auf den Ertrag aus. Die Dachausrichtung muss dabei nicht nach Süden zeigen. Moderne Solarmodule gewinnen auch in Ost oder Westausrichtung einen zufriedenstellenden Ertrag. Selbst eine Nordausrichtung kann in bestimmten Fällen interessant sein.

Werde ich mit einer PV Anlage unabhängig vom öffentlichen Stromnetz?

Die Antwort ist leider: nein. Sie können selbst mit einer großen Photovoltaikanlage keinen vollkommenen Autarkiegrad erreichen. Besonders in den Monaten Dezember und Januar sind Sie auf das öffentliche Stromnetz angewiesen. Ein autarkiegrad bei der Energieversorgung mittels einer Solaranlage von maximal rund 80% ist jedoch realistisch.

Wie groß soll eine Solaranlage sein?

Bei der Planung von Photovoltaikanlagen ist die Wirtschaftlichkeit ein wichtiges Kriterium.
Als Faustregel kann man annehmen, dass etwa 5 Quadratmeter Solarfläche 1kWp Leistung ermöglichen.

Oft wird jedoch mit einer zu großen Speichergröße geplant. Entscheidend ist in jedem Fall Ihr Strombedarf.

Grundsätzlich kann man sagen: die Installation von Solarmodulen geht vor Speicher. Planen Sie mit der maximal möglichen Anzahl an Modulen. Bei Batteriespeicher hingegen sollten Sie lieber zurückhaltend planen.

Der Grund ist einfach. Zu viel produzierter Solarstrom wird Ihnen vom Stromanbieter vergütet. Inzwischen sogar zu akzeptablen Preisen, welche die Investition in Solarmodule rentabel macht.
Solarstromspeicher sind jedoch relativ teuer und erwirtschaften keinen Ertrag. Sie helfen lediglich einen kurzen Zeitraum ohne Sonnenlicht zu überbrücken. Ein zu groß dimensionierter Stromspeicher ist unwirtschaftlich und oft auch unnütz. Rechnen Sie deshalb zunächst mit einem kleinen Speicher und rüsten Sie ggf. später nach.
Viele Stromspeicher sind modular aufgebaut. Eine Erweiterung des Speichers ist leicht möglich.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage finanziell?

Wenn die Voraussetzungen für eine Solaranlage vorhanden sind, lohnen sich Photovoltaikanlagen in jedem Fall. Durch Fördermittel und günstige Kredite amortisieren sich Photovoltaikanlagen bereits nach wenigen Jahren.
Je höher der Eigenverbrauchsanteil am produzierten Photovoltaik Strom ist, desto rentabler ist die PV Anlage.

Wie viel kWp brauche ich für ein Einfamilienhaus?

Ein Durchschnitt Familie mit einem 4 Personen Haushalt verbraucht etwa 4.000 kW Strom im Jahr. Bei diesem Stromverbrauch sollte die PV Anlagenleistung bei mindestens 7 kWp liegen. Dieser Wert ist jedoch nur eine sehr grobe Schätzung.
Denn neben dem tatsächlichen Stromverbrauch sollte berücksichtigt werden, ob der Eigenverbrauch vor allem tagsüber oder eher abends höher ist. Die Ausrichtung der Dachfläche und die Dachneigung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen eine Wallbox, also eine Ladestation für ein Elektroauto anzuschaffen, sollte dies ebenfalls berücksichtigt werden.

Es ist folglich wichtig, vorab eine genaue Bedarfsberechnung für Ihren Solarstrom anzustellen. Selbstverständlich erledigen wir das für Sie kostenlos.

Was kostet eine 10 kWp PV-Anlage?

Für eine komplette und betriebsbereite Photovoltaikanlage mit einer Größe von 10kWp müssen Sie etwa mit 17.000 bis 20.000 Euro rechnen. In dieser Schätzung ist die komplette Anlage mit Solarpaneelen, Montagesystem, Kabel, Überspannungsschutz, Wechselrichter, Smart-Meter usw. enthalten. Ebenfalls enthalten ist die Montage sowie die elektrische Installation, Programmierung und Abnahme der Anlage.

Nicht enthalten sind mögliche Batteriespeicher oder eine Ladestation für Elektroautos.
Individuelle Begebenheiten wie der Austausch eines alten Zählers oder ein möglicherweise notwendiges Gerüst kommen ebenfalls obendrauf.

Wir empfehlen unseren Solaranlagen Preisrechner um die Kosten für Ihre Photovoltaikanlage unverbindlich und ohne Anmeldung zu berechnen. Im Anschluss können Sie von uns ein detailliertes Angebot anfordern. 

Gibt es Förderungen oder Zuschüsse für Photovoltaikanlagen?

Der Gesetzgeber will die Energiewende nach Möglichkeit schnell voran treiben. Deshalb gibt es zahlreiche Fördermittel, die Ihnen die Anschaffung einer Photovoltaikanlage vereinfachen.
Die KfW-Bank und zahlreiche Landesbanken gewähren zinsgünstige Darlehen. Außerdem geben manche Gemeinden Zuschüsse für PV Anlagen.
Auch Speicher und Ladestationen für Elektroautos (Wallbox) werden bezuschusst.
Wir informieren Sie gerne über die an Ihrem Wohnort gültigen Fördermöglichkeiten.

Wenn Sie sich jetzt für einen Solaranlage entscheiden, profitieren Sie von einer Änderung im Steuerrecht. Sie können die Anlagen bis 30kWp mit 0% Umsatzsteuer erwerben. Die Reduzierung der Mehrwertsteuer wird auf die Solaranlage, Speicher und alle Montagekosten gewährt. 
Sprechen Sie uns jetzt an.

Fazit

Wenn Sie die Voraussetzungen für eine Solaranlage haben, lohnt es sich die Erzeugung von eigenem Strom mit Sicherheit. Es gibt jedoch viele Bedingungen zu beachten, weshalb Sie unbedingt einen Fachbetrieb zur Rate ziehen sollten.

Sprechen Sie uns an und fragen Sie nach einem Unverbindlichen Kostenvoranschlag. Dabei gehen wir intensiv auf Ihre Bedürfnisse und die technischen Möglichkeiten ein.
Wir planen eine auf Sie zugeschnittene Anlage, die wirtschaftlich und bezahlbar ist.

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